Monatlicher Gottesdienst erinnert an die
Unbedachten dieser Stadt

An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen und die Stadt Essen einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten“ dieser Stadt: Menschen, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes ohne Trauerfeier auf einem Urnengrabfeld bestattet werden mussten – weil niemand da war, der für eine würdige Verabschiedung sorgen konnte.

Im Gottesdienst werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch eingetragen, das in der Kirche ausliegt. Für jeden Namen wird in der Andacht eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir gemeinsam daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, erklärt die ACK Essen.

Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den Essener Ausgaben von WAZ und NRZ sowie im Portal lokalklick.eu kostenlose Sammeltraueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind.

Jeden 2. Dienstag im Monat um 17.00 Uhr. Im Jahr 2023 finden die Gottesdienste in der Hohen Domkirche in der Essener Innenstadt statt.

Andacht zur Reichspogromnacht
November 2024

Bei Gott ist keine Seele unvergessen! Schmerzlicher Rückblick, ein Hineinversetzen in die damalige Zeit – dies ist am 9. November nötig, um ein Feingefühl für die schreckliche Zeit von 1938 zu entwickeln.

Wer aber an der ökumenischen Andacht an diesem besonderen Tag teilnehmen wird, soll auch getröstet und hoffnungsvoll in die weitere Zeit gehen. Denn bei Gott ist keine Seele unvergessen! Das wird diese Andacht auch in den Vordergrund stellen und den Seelen zurufen, die so sehr unter dem Naziregime leiden mussten.

Der Gedenkgottesdienst findet auch 2024 statt. Gestaltet wird er von Vertretern der Mitgliedkirchen.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserem Gedenkgottesdienst teilnehmen und diese Einladung ggf. auch an weitere Interessierte weitergeben.

Hier ein Rückblick auf 2023.